ENTSORGUNG
_RÜCKGABEMÖGLICHKEITEN FÜR PRIVATE HAUSHALTE

1. Abgabe auf kommunalen Wertstoffhöfen und Sammelstellen
gem. § 9 (4) ElektroG

Die kommunalen Sammelstellen sind uneingeschränkt zur Annahme von Altlampen aus privaten Haushalten im Sinne des Gesetzes' verpflichtet.

Ihre nächstgelegene Annahmestelle finden Sie mit der LIGHTCYCLE-Sammelstellensuche oder erfragen Sie am besten bei der zuständigen Stelle der Stadt oder Kreisbehörde.

Wichtiger Hinweis für gewerbliche Kunden: Viele Kommunen bieten auch uneingeschränkt die Annahme gewerblicher Altlampen an.

Verboten – aber die wenigsten wissen es: Energiesparlampen gehören nicht in die graue Tonne

Bereits seit März 2006 ist es amtlich: Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren müssen als Sondermüll behandelt und gesondert entsorgt werden, damit die geringen Mengen der darin enthaltenen Schadstoffe nicht in die Umwelt gelangen. Vom Wertstoffhof führt ihr Weg in die Recyclinganlagen, in denen das hochwertige Lampenglas aufbereitet und in der Neuproduktion wieder verwendet wird. Rund 3.500 Tonnen Glas wurden im vergangenen Jahr wieder in den Produktionsprozess eingespeist. Das entspricht der Rohstoffmenge für 20 Millionen fabrikneuer Leuchtstoffröhren.

Problem: Die sparsamen Dauerbrenner werden zu Recht zwar immer beliebter, aber die wenigsten wissen über die ökologisch korrekte – und vom Gesetzgeber vorgeschriebene – Entsorgung Bescheid.
Problem: Die sparsamen Dauerbrenner werden zu Recht zwar immer beliebter, aber die wenigsten wissen über die ökologisch korrekte – und vom Gesetzgeber vorgeschriebene – Entsorgung Bescheid. Studien belegen, dass ein hoher Anteil Altlampen aus deutschen Haushalten noch immer im Restmüll landen. Im Jahr 2006 waren das immerhin 70 Millionen, die in die graue Tonne wanderten.

Anders als bei Batterien, ist der Handel nicht zur Rücknahme von Energiesparlampen verpflichtet. Deshalb kümmert sich LIGHTCYCLE – ein Gemeinschaftsunternehmen der Lampenhersteller – um die flächendeckende Altlampenrücknahme und die Information der Verbraucher.

Ein bis zwei Kohlekraftwerke weniger durch intelligente Beleuchtung, rechnet die Deutsche Umwelthilfe vor, angenommen, alle bundesdeutschen Haushalte würden auf die auch ‚Gasentladungslampen’ genannten Dauerbrenner umstellen. Umgerechnet sind das 8,5 Terrawatt-Stunden Strom weniger. Für einen durchschnittlichen Zwei Personenhaushalt bedeutet das eine Ersparnis von bis zu 220 kWh, das entspricht bis zu 132 kg CO². Wenn die Lampen an ihrem Lebensende auch korrekt entsorgt werden, stimmt die Ökobilanz auf allen Ebenen.

Bild: © Gräfin | Quelle: Photocase
Textquelle: Lightcycle www.lightcycle.de
_ZU KOSTBAR ZUM WEGWERFEN

Wer Energiesparlampen nutzt, weiß um die lange Haltbarkeit der Effizienzwunder. Im Durchschnitt leuchten sie 10.000 Stunden und damit rund 10-mal länger als die herkömmliche Glühlampe. Anstatt zehn Glühlampen müssen Verbraucher im gleichen Zeitraum also nur eine Sparlampe austauschen. Um die ausgedienten Energiesparlampen kümmert sich die Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH. Deren Geschäftsführer Christian Ludwig erläutert, was Verbraucher über die Entsorgung wissen müssen und warum selbst gebrauchte Lampen noch die Umwelt schonen.

Ausgediente Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll. Warum?
Nach dem Gesetz gelten Energiesparlampen, Leuchtstofflampen und alle anderen Entladungslampen als Elektronik-Altgeräte und gehören aufgrund ihres geringen Quecksilbergehalts nicht in den Hausmüll. Ich werfe ja auch mein altes Bügeleisen oder mein kaputtes Radio nicht in die Mülltonne.

Und wie entsorgen Sie Ihre gebrauchten Energiesparlampen?

Ich bringe sie zu einer Sammelstelle in meiner Nähe, wo ich die Lampen kostenlos abgeben kann. In meinem Fall ist das ein Wertstoffhof. Sammelstellen finden Verbraucher aber auch in öffentlichen Einrichtungen und im Handel. Wo genau sie eine Sammelstelle in ihrer Nähe finden, darüber informiert unsere Initiative „Sauberes Licht, sauber recycelt.“ im Internet unter www.lichtzeichen.de.

Wer ist denn für die Einrichtung von Sammelstellen verantwortlich?
Das ist die Aufgabe von Lightcycle. Unser Unternehmen wurde vor fünf Jahren von den Lampenherstellern gegründet, um ein flächendeckendes Rücknahmesystem zu organisieren. Dabei machen wir rasche Fortschritte. Mittlerweile gibt es bundesweit rund 2.160 Sammelstellen, im Vergleich zum Sommer 2009 entspricht dies einem Plus von 116 Prozent. Es ist unser zentrales Anliegen, das Netzwerk an Sammelstellen auch künftig kontinuierlich auszubauen und so die Rückgabe für die Verbraucher noch bequemer zu machen.

Was passiert mit den zurückgegebenen Sparlampen?

Die eingesammelten Lampen holen wir bei unseren Vertragspartnern ab und bringen sie zu spezialisierten Recyclingunternehmen. Dort werden die in der Lampe enthaltenen Wertstoffe getrennt und für die Wiederverwertung aufbereitet. So leisten Gasentladungslampen und damit auch Energiesparlampen auch am Ende ihres Lebenszyklus einen Beitrag zum Ressourcenschutz.

Kritiker stellen die Umweltbilanz von Energiesparlampen aber in Frage. Ist dies berechtigt?

Diese Diskussion dreht sich in den meisten Fällen darum, dass die Sparlampe im Gegensatz zur herkömmlichen Glühlampe Quecksilber enthält. Im Durchschnitt sind dies 2,5 mg. Lightcycle gewährleistet, dass der Schadstoff nach dem Recycling umweltgerecht entsorgt wird. Aber selbst wenn eine Energiesparlampe nicht ordnungsgemäß abgegeben wird, gelangt durch den Gebrauch von Glühlampen mehr Quecksilber in die Umwelt. Das liegt daran, dass bei der Stromproduktion durch Kohlekraftwerke Quecksilber freigesetzt wird. Und da Energiesparlampen nur etwa ¼ des Stroms gegenüber Glühlampen benötigen, entsteht auch entsprechend weniger Quecksilber durch den Einsatz von Energiesparlampen.


Die Zahl der Sammelstellen steigt. Macht sich das auch bei den Sammelquoten bemerkbar?

In unserem ersten Geschäftsjahr haben wir 27,5 Millionen Lampen gesammelt und dem Recycling zugeführt. 2009 waren es bereits 43,5 Millionen Lampen. Das entspricht einer Steigerung von über 40 Prozent. Die Verbraucher wissen um die Entsorgungsnotwendigkeit von Energiesparlampen, das hat auch unsere Marktforschung gezeigt. Über 70 Prozent der Befragten war bekannt, dass Energiesparlampen speziell entsorgt werden müssen. Es besteht aber anscheinend noch immer eine Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln. Ein Lücke, die unsere Initiative „Sauberes Licht, sauber recycelt.“ mittels entsprechender Informationsangebote schließen möchte.

Im September dieses Jahres greift die zweite Stufe des Glühlampenausstiegs. Was bedeutet dies für die Verbraucher?

Laut der EU-Richtlinie für energieeffiziente Beleuchtung dürfen die Lampenhersteller ab dem 1. September 2010 keine Glüh- und Halogenlampen mit 75 Watt mehr in den Handel bringen. Wie schon beim Inkrafttreten der ersten Stufe im vergangenen Jahr bedeutet dies aber nicht, dass die jeweiligen Lampentypen über Nacht aus den Regalen verschwinden. Der Handel darf bestehende Lagervorräte noch weiter verkaufen. Gleichzeitig gelten mit der 2. Stufe der Richtlinie neue Mindestanforderungen an die Kennzeichnung von Haushaltslampen. Die Verbraucher erhalten dadurch schnell einen Überblick über alle relevanten Fakten der ausgesuchten Energiesparlampe.

Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH Geschäftsführer Christian Ludwig
_AUGEN AUF BEIM LAMPENKAUF:
_MEHR INFORMATIONEN FÜR VERBRAUCHER

Im Vergleich mit herkömmlichen Glühlampen verbrauchen Energiesparlampen bis zu 80 Prozent weniger Strom. Ihr Einsatz reduziert somit auch den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2), das bei der Stromproduktion freigesetzt wird. Möglich sind Einsparungen von bis zu 80 Prozent.

Darüber hinaus haben Energiesparlampen durchschnittlich eine zehnmal so hohe Lebensdauer wie Glühlampen. Energiesparlampen schonen also Umwelt, Klima und Geldbeutel. Doch beim Kauf der Effizienzwunder gilt: Lampe ist nicht gleich Lampe. Heute haben die Verbraucher die Qual der Wahl und können zwischen einer Vielzahl an Modellen auswählen.

Zur besseren Orientierung gilt ab 1. September 2010 eine erweiterte Informationspflicht. Die Verpackungen der Lampen müssen spätestens dann mit umfangreichen Leistungsangaben versehen sein. Dazu zählen die Leistung in Watt, Helligkeit, Lichtfarbe sowie die Anzahl der Schaltzyklen, Aufwärmzeit und Lebensdauer. Darüber hinaus finden Verbraucher ab September auch Angaben über den Quecksilbergehalt auf der Lampenverpackung. Die nebenstehende Infografik „Was steckt in der Energiesparlampe?” veranschaulicht das neue Informationsangebot.

Checkliste Was steckt in der Energiesparlampe Grafik: Initiative "Sauberes Licht, sauber recycelt."
_GEWUSST WIE, GEWUSST WO –
_HIER KÖNNEN SIE IHRE ALTEN LAMPEN ABGEBEN

Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, so genannte Gasentladungslampen, enthalten wertvolle Bestandteile wie Glas und Metall. Spezielle Recyclingverfahren stellen sicher, dass diese Wertstoffe nicht verloren gehen. Darüber hinaus sind in den Sparlampen geringe Mengen Quecksilber verarbeitet. Dies ist für den Nutzer der Lampen völlig unbedenklich, bedarf nach dem Gebrauch aber einer fachgerechten Trennung von den restlichen Bestandteilen. Zuständig für die fachgerechte Sammlung und Wiederverwertung sind die Lampenhersteller. Das von ihnen gegründete, nicht-gewinnorientierte Unternehmen Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH organisiert ein flächendeckendes Rücknahmesystem.

Der kürzeste Weg zur Sammelstelle führt Privatverbraucher sowie Unternehmen über die Internetseite www.lichtzeichen.de. Dort finden sie ein einfaches Suchformular, das nach Eingabe der Postleitzahl und/oder der Gemeinde die nächstliegenden Sammelstellen anzeigt. Dazu zählen zunächst kommunale Sammelstellen auf Wertstoffhöfen. Sie sind gesetzlich zur Annahme von Altlampen aus Privathaushalten verpflichtet. Darüber hinaus gibt es freiwillige Sammelstellen, zum Beispiel bei gewerblichen Entsorgern oder im Handel. Insgesamt existieren derzeit rund 2.160 Sammelstellen, darunter 725 in Filialen von Kaufland, Hagebau, Möbel Martin, Herkules Bau & Garten, Globus, Max Bahr sowie Conrad Elektronik. Tendenz steigend, denn auch der inhabergeführte Einzelhandel bietet seinen Kunden immer öfter ein Rückgabeservice an.

Saubere Sache: Wer Energiesparlampen fachgerecht entsorgt, leistet auch nach deren Nutzung einen Beitrag zum Umweltschutz

Textquelle: www.lichtzeichen.de

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